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Ein beispielhafter Tag im SUNDAY PARC

Senioren-WGs, ein neues Wohnkonzept unter Palmen

 

Jeder Tag ein Sonntag

 

Diese Geschichte ist frei erfunden und schildert beispielhaft, wie betreutes kollektives Wohnen unter Palmen mit dem für Senior/ innen entwickelten Sunday-Parc-Konzept aussehen könnte.

Was ist heute für ein Tag – Mittwoch vielleicht…? Ist ja auch egal. Es ist kurz nach 5:00 Uhr und wird so langsam hell über dem Meer. Der erste Kaffee meines persönlichen Morgenrituals ist ein löslicher, denn ich will nicht unnötig lärmen in der Gemeinschaftsküche, die anderen schlafen alle noch. Draußen auf der lauschigen Terrasse mit Blick in den üppigen Orangen­hain steht mein Aschenbecher, Indiz meines auch mit 66 noch immer nicht abgelegten, gleichwohl aber geliebten Lasters. Reduziert habe ich es bereits und drehe jede einzelne Zigarette sehr achtsam mit den Fingern. Jedenfalls ist das mein tägliches persönliches „Startup“, das ich aus Deutschland mit hierher nach Andalusien gebracht habe.

 

Angefangen hatte alles mit einer FACEBOOK-Gruppe und dem Link auf das Internet-Portal www.silberklick.de. Die dortige Rubrik SUDAY PARC ist inzwischen mit der eigenen Web-Adresse www.sunday-parc.com im Netz vertreten, umfassende Informationen bietet auch die Internet-Seite www.seniorenwg-costadelsol.eu/, außerdem zahlreiche FACEBOOK-Seiten und -Gruppen.

 

Meine drei Mitbewohner in der geräumigen Finca mitten in den aus­gedehnten Orangen-Plantagen oberhalb von Torrox Pueblo an der Costa del Sol haben das verlockende Angebot des deutschen Projektes „Sunday Parc“, einer Initiative gegen die Vereinsamung im Alter, vor   Monaten ebenfalls angenommen und der deutschen Heimat den Rücken gekehrt. Wir hatten einfach keinen Bock mehr auf die endlosen kalten Winter zuhause. Ich persönlich wollte immer schon ans Meer und in die Sonne, meine Mitbewohner/innen wohl ebenso.

 

Ganz in der Nähe gibt es eine weitere Finca, die von Damen unseres Alters bewohnt wird – wir nennen sie liebevoll das „Mädelhaus“. An den meisten Wochenenden kommen von dort die allerfeinsten selbst­gebackenen Kuchen zum gemeinsamen Sonntag-Nachmittag-Kaffee­klatsch auf unserer Terrasse. Danach spielen wir – meist unter großem Gelächter – Skat oder Binokel, manchmal auch ganz simpel „Mensch ärgere dich nicht“ oder irgend etwas anderes. Hauptsache und wichtiger Aspekt von Sunday Parc ist, dass wir es gemeinsam machen und jede Menge Spaß dabei haben. Dass Lachen ganz generell gesund ist, ist ja inzwischen wissenschaftlich erwiesen. Und alleine lachen geht nun mal nicht wirklich. Das waren Argumente, zusammen mit vielen anderen, die uns von Anfang an überzeugt haben. Und wir als die „Generation Woodstock“ haben ja seinerzeit schon beste Erfahrungen gesammelt in unseren Studenten-WGs, wo jeder seinen eigenen Bereich hatte und sich das Leben in fröhlichem Miteinander meist in der großen Gemeinschaftsküche abspielte.

 

Aha – erste Geräusche im Haus: Steven ist Engländer und auch gerne frühmorgens am Start. Und er freut sich auch heute, dass es bereits nach Kaffee duftet. Obwohl der richtige Muntermacher, der frisch gemahlene Bohnenkaffee, jetzt erst an der Reihe ist. Und da kommt auch schon Gerhard die Treppe ‘runter, ein ehemaliger Landwirt aus dem Allgäu. Gegen ihn wirkt Christian, der promovierte Chemiker, geradezu filigran. Unser „vierblättriges Kleeblatt“, genannt „das Quartell“, ist damit komplett. Alle gemeinsam tragen jetzt die Frühstücks-Komponenten heraus auf den großen Holztisch. Gerhard überrascht alle mit einem Maxi-Omelette nach Allgäuer Art, also mit etwas Käse überbacken. Im Anschluss an das unerwartet üppige Frühstück zieht sich jeder auf irgendeine Liege zurück, um der Rest dieses Vormittages im Schatten zu verdösen.

 

So gegen halb zwölf trudeln dann alle wieder in der Küche ein – wir wollen heute Putengeschnetzeltes machen mit Nudeln oder – Gerhard, dem Schwaben zuliebe, eben auch mit Spätzle. Christian, der kluge „Professor“, bereitet den grünen Salat vor, ich bin der Mann an der Pfanne – ein jeder hat irgendwie zu tun, ohne dass jemand strenge Regeln ausgegeben hätte. Das ist gelebte Freiheit in harmonischer Gruppe. Die früher üblichen langen Gesichter angesichts des Abwaschs gibt es in unserer Senioren-WG nicht mehr dank des Geschirrspülers, den Christian, „der Professor“, einst für uns alle mitgebracht hat.
„Hat eigentlich jemand Böcke auf Aqua-Gymnastik?“, werfe ich in die Runde, heute ist ja wieder Mittwoch. „Nicht wirklich“, wird gemurmelt, aber der „Professor“ mahnt wohlwollend, dass es ja immer spaßig sei und vor allem gesund, dieses besondere Angebot im Sunday Parc. „Also gut“, ist man sich schnell einig, „dann eben um drei wieder am Pool!“
Siesta ist jetzt angesagt. Die sonst am frühen Nachmittag angesetzte Kaffee­runde wird heute eben verschoben wg. Aqua-Fitness. Mit der Aussicht auf frische Croissants, die der Sunday-Parc-Service später zum Kaffee bringen wird, zieht die gesättigten „Bären“ schnell in einen tiefen Mittagsschlaf.
Aqua-Fitness gehört im Sunday-Parc-Projekt zum Service-Angebot, das alle Bewohner/innen monatlich zusammen mit der anteiligen Miete bezahlen. Für eine Finca mit beispielsweise 4 Schlafzimmern und 3 – 4 Bädern werden jeweils ca. 500,- Euro im Monat fällig, das Service-Paket inklusive regelmäßiger Reinigung der Bäder kostet in der Basis-Version 680,- Euro monatlich. Notfall-Armbänder sind im Betreuungs-Angebot enthalten. Es bestehen gute Netzwerke mit Ärzten, Therapeuten und Kliniken, die alle deutschen Standards entsprechen. Zusätzliche Leistungen wie Wäschewaschen oder Fahrten zum Arzt oder für Einkäufe, Stadt- oder Strandbesuche werden – mit humanen Preisen – extra berechnet. Die andalusische Region Torrox westlich von Marbella ist mit rund 3.000 dort wohnenden Deutschen für dieses Projekt geradezu ideal, weitere Angebote entlang dieser Sonnenküste sind in Vorbereitung, ebenso weitere Sunday Parcs  in anderen Regionen Spaniens, z.B. an der Costa Blanca.

 

Aufgrund bester Vernetzungen in Spanien können von den Initiatoren auf Wunsch auch interessante Kauf-Immobilien als Anlage-Objekte nebst allen erforderlichen, zweisprachigen Fachleuten wie Makler, Rechts­anwälte, Steuerberater und Notare vermittelt werden. In Zeiten ohne Bankzinsen dürften gut und sicher vermietete Immobilien mit teilweiser Eigennutzung eine attraktive Form der sicheren Wertanlage darstellen
Autor:  © Bernharde Bürkle

 

Weitere Informationen:
www.sunday-parc.com, und  www.seniorenwg-costadelsol.eu/